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02. April 2019

Was ist Pilates?

Bei Pilates handelt es sich um ein Ganzkörpertraining. Speziell werden Bauch-, Beckenboden- und die Rückenmuskulatur trainiert. Ziel ist, dass vor allem die tieferliegenden Muskeln trainiert werden. Zum Pilates Training gehören Kraftübungen, bewusste Atmung und Stretching. 

Pilates ist ein ganzheitliches Krafttraining, das die tiefliegenden, stabilisierenden Muskeln kräftigt. Diese Muskeln sind notwendig für eine gute Haltung und ein gesundes Körpergefühl. Um dieses Ziel zu erreichen, verbindet Pilates wichtige Prinzipien wie Kraft, Beweglichkeit, Kontrolle, Entspannung und Atmung miteinander. Diese Kombination macht es aus, dass der Körper seine Wahrnehmung verbessert und gleichzeitig gekräftigt, gedehnt und entspannt wird.

Woher kommt Pilates?

Pilates ist nicht etwa eine Erfindung der Neuzeit. Erfunden wurde Pilates vom Deutschen Joseph Hubert Pilates (1883-1967). Er geriet im ersten Weltkrieg in britische Gefangenschaft. Während dieser Zeit entwickelte er für sich und die Mitgefangenen dieses  Ganzkörpertraining, um sich im Rahmen seiner Möglichkeiten fit zu halten. Nach dem Krieg wanderte Pilates in die USA aus, wo er zusammen mit seiner Frau ein Studio eröffnete. Ende der 60er-Jahre, als Pilates starb, ging seine Technik etwas in Vergessenheit. In den 90er-Jahren wurde Pilates als Wellness- und Fitnesstrend wieder sehr populär.

Die Pilates Prinzipien

Das sind die wichtigsten Prinzipien bei Pilates:

  • Fliessende Bewegungen
  • Kontrolle, Konzentration
  • Atmung
  • Entspannung
  • Zentrierung

Bei den Pilates Übungen ist es wichtig, dass die Bewegungen fliessend, kontrolliert und konzentriert ausgeführt werden. Entspannung und Atmung helfen, mögliche Verspannungen und Blockaden zu lösen oder zu vermeiden. Werden die Übungen bewusst wahrgenommen, erhöht sich die Kontrolle über den Körper und auch kleinste Muskeln werden trainiert. Die Zentrierung fokussiert auf die Körpermitte und die inneren Organe und stärkt die Rückenmuskulatur. Zu Beginn ist es schwierig, Pilates Übungen selbst zu machen. Es empfiehlt sich daher ein Kurs mit einem Pilates Trainer. Nur richtig ausgeführte Übungen erzielen den gewünschten Effekt.

Was erreicht man mit Pilates?

Pilates ist ein Ganzkörpertraining. Unsere täglichen Belastungen können den Körper in ein Ungleichgewicht bringen. Muskeln, Sehnen, Bänder rund um die Knochen harmonieren nicht mehr untereinander. Um Dysbalancen zu vermeiden, ist regelmässige Bewegung, die alle Körperteile betrifft respektive trainiert, sehr wichtig. Die Pilates Übungen sind explizit darauf ausgelegt, dass sie den Körper in ein ausgewogenes Gleichgewicht bringen. Der Körperschwerpunkt befindet sich auf Nabelhöhe. Die Pilates Übungen konzentrieren sich auf dieses Zentrum, das sogenannte «Powerhouse». Das Becken ist der Bewegungsantrieb. Ist die Basis gelegt, richten sich die Übungen darauf aus, dass der ganze Körper trainiert wird, um die Körperausrichtung zu fördern. 

Ziel ist es, die Übungen bewusst und konzentriert auszuführen, damit falsches Bewegungsverhalten durch ein neues ersetzt wird. Dadurch wird die eigene Körperwahrnehmung gefördert. Das Training beinhaltet ein abgestimmtes Programm mit Kräftigungs-, Entspannungs- und Dehnungsübungen für die Muskulatur. Auch die Gelenke werden mobilisiert. Das Pilates Training hilft, dass dank der Körperwahrnehmung alte Bewegungsmuster abgelegt werden und man sich im Alltag und bei sportlichen Betätigungen bewusster und vom gestärkten Powerhouse aus plötzlich viel freier und entspannter bewegt. 

Für wen ist Pilates geeignet?

Pilates ist grundsätzlich eine Sportart für jedermann: für Junge, Senioren, stressgeplagte Manager, Schwangere, Übergewichtige, Sportmuffel und Spitzensportler. Der Vorteil ist, dass man ohne allzu grosse körperliche Anstrengung hervorragende Resultate erzielt.
Die jeweiligen Übungen sind nicht für alle Personen geeignet. Vorsicht ist geboten, wenn man an der Wirbelsäule Schäden hat. Auch wer unter chronischen Krankheiten leidet, sollte auf jeden Fall seinen Hausarzt um Rat fragen. Auch bei Osteoporose ist bei extremen Stellungen der Wirbelsäule Vorsicht geboten. Man sollte kein Pilates Training machen, wenn man an Infektionen oder Erkältungen leidet oder wenn man sich anderweitig unwohl fühlt.
Pilates sollte zumindest zu Beginn nur in individuell abgestimmten Kursen gemacht werden, die von erfahrenen und gut ausgebildeten Trainern geleitet werden.

Wer das Training konsequent einhält, erfüllt sich das Ziel, wie es Joseph Pilates formuliert hat:
«Nach zehn Stunden spüren Sie den Unterschied, nach zwanzig Stunden sehen Sie den Unterschied und nach dreissig Stunden haben Sie einen neuen Körper.»